Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, sagt der Volksmund. Wohlgemerkt: Klein. Denn eine kleine Aufmerksamkeit, ein mit Liebe ausgesuchtes Mitbringsel ist ein Ausdruck von Wertschätzung. Außerdem drücken kleine Geschenke den Wunsch nach einer längerfristigen Beziehung zum Beschenkten aus. Fallen Geschenke zwischen nicht Blutsverwandten zu üppig, zu groß, zu teuer aus, kann sich der gewünschte positive Effekt schnell ins Gegenteil umkehren. Denn große Geschenke verpflichten. Und sie fordern indirekt zu einer ebenso großen oder größeren Gegenleistung auf.
Große Geschenke im Allgemeinen nur bei sehr engen Beziehungen
Gegenleistung heißt: Es bedeutet Anstrengung und Stress, das Geschenk zu erwidern und artet schnell in eine Konkurrenzsituation aus. Wer schenkt das wertvollere Geschenk? Das Aufrechnen von Geschenken zerstört allerdings die Freude – sowohl beim Schenkenden als auch beim Beschenkten.
Natürlich kann sich in einzelnen Fällen auch die Situation ergeben, dass man weiß, man kann jemand einen Herzenswunsch erfüllen – mit einem großen Geschenk. Damit man aber nicht in die Spirale des Zurückschenken-Müssens gerät, kann man sich z. B. mit anderen zusammentun, um das Geschenk zu finanzieren. Eine weitere Möglichkeit: Man kann bei nächster Gelegenheit derselben Person etwas schenken, das kaum etwas kostet, z. B. einen selbst gepflückten Strauß Blumen aus dem Garten oder von der Wiese, eine einzelne schöne Rose, oder man trägt einfach ein Gedicht vor o.ä.
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