Die Aufgabe eines Paten oder einer Patin war früher noch bedeutender als heutzutage in den meisten Fällen. Früher hatten die Paten für die Erziehung des Täuflings mit zu sorgen, bis das Patenkind religionsmündig war, also bis zur Konfirmation oder Firmung. Dazu gehörte, daß das Patenkind im jeweiligen christlichen Glauben erzogen wurde – und daß es, das galt besonders für Mädchen, eine anständige Aussteuer beisammen hatte bis zum Zeitpunkt der Heirat. Daher kommt die Sitte der Taufgeschenke oder Patengeschenke.
Goldmünzen als Taufgeschenk
Als Geschenk zur Taufe waren im 17. und sogar bis ins 19. Jahrhundert die Sophiendukaten als Taufgeschenk für Jungen und Mädchen beliebt. Es handelt sich um eine Goldmünze, die die Kurfürstin von Sachsen, Sophie geb. Markgräfin von Brandenburg (1568-1622), 1616 an Weihnachten für ihre Kinder prägen ließ. Die Golddukaten mit der Aufschrift „Wol dem der Frevd an sein Kind erlebt“ werden übrigens gegenwärtig von der Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche Dresden e.V. neu aufgelegt. Die Dukaten sind nicht nur in Gold (Schmuckgold 585 und Feingold 999), sondern auch in Silber (999), in Glanzkupfer oder Kaiserzinn zu kaufen, der Preis liegt zwischen € 12 und € 500.
30 % des Kaufpreises werden als Spende verwendet für eine Stätte zum „Gedenken an die Sophienkirche und die kulturellen und ethischen Wertmaßstäbe, die darin in schweren Zeiten gelebt wurden, insbesondere während der Diktaturen 1933 bis 1989, und Gedenken an die Opfer, die damit in Verbindung stehen“, heißt es auf der Webseite des Vereins, auf der auch mehr über den Sophiendukaten zu lesen ist.
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