Das Räuchermännchen als Geschenkidee für die verschiedensten Berufsgruppen

Räuchermännchen aus dem Erzgebirge sind als Geschenk unbedingt geeignet für alle, die ihre Arbeit allzu ernst zu nehmen geneigt sind, wie auch für solche, die Angst vor der Begegnung mit dem Vertreter eines angesehenen Berufsstands haben sollten und gleichzeitig für Menschen, die so viel Freude an ihrer Tätigkeit aufbringen, dass auch dies unbedingt einmal gewürdigt werden muss.

Das gute alte Räuchermännchen von einst hat inzwischen eine ganze Reihe von Mitstreitern gefunden, die durchaus in der Lage sind, ihm die Schau zu stehlen. Dennoch sieht die ganze Corona nach wie vor so drollig aus wie ehedem und qualmt beharrlich vor sich hin, sobald sie ihren Lieblingsplatz gefunden hat. Rauchende Schneemänner, Malermeister und Feuerwehrleute, Gärtner, Polizisten und Elektromonteure machen sich gegenseitig Konkurrenz, wenn es darum geht, das Herz des Käufers zu erfreuen.

Räuchermännchen kommen heutzutage auch als Briefträger, Förster oder als Waldarbeiter daher oder als Glücksbringer, angetan mit der Uniform Schornsteinfegers, Kamin- und Essenkehrers. Doch damit nicht genug. In beinahe allen Berufssparten wird genüsslich geraucht, jedoch nikotinfrei und nicht etwa gesundheitsschädlich; da machen die Schaffner und die Jäger, Schäfer, Lebkuchenverkäufer und die Nachtwächter keine Ausnahme. Aber das ist nur eine bescheidene Auswahl des gesamten Sortiments, das die Tradition der erzgebirgischen Volkskunst mit in den letzten Jahren noch gewachsener Meisterschaft fortsetzt.

Längst ausgestorbene Berufe bleiben lebendig

Auf diese Weise finden auch Rechtsgelehrte zu einer verklärten Ansicht ihres Berufsstands und Klienten können sich beim Anblick der niedlichen Figuren wenigstens für einen Moment lang einbilden, dass alles gar so ernst ja doch nicht ist. Auch längst ausgestorbene Berufsbilder werden durch die Drechselkunst im Erzgebirge noch eine Weile am Leben erhalten, so der Kutscher mit stattlichem Zylinder und Peitsche, die aber in seinen Händen jede Bedrohlichkeit verliert und lediglich als nettes Accessoire dient, das ihn zu dem macht, was er ist.

Der standhafte Kutscher, kugelrund von Kopf bis Fuß, verträgt nur Mini-Räucherkerzen, vielleicht ja auch deswegen, weil er schon arg in die Jahre gekommen ist. Und schließlich ist er nur halb so groß geraten wie viele seiner Kollegen, allen voran der lange Bauer, der sogar dann noch rauchen kann, wenn er die Karre schieben muss oder der Klempner, der auch bei der Arbeit seine Pfeife nicht ausgehen lässt, genauso wie der fleißige Maurer, dessen blaue Arbeitsjacke bald Rußflecken abbekommt.

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