Okt
13
2010
Alle Jahre wieder stehen Eltern und Verwandte vor der Frage, ob sie als Weihnachtsgeschenke für die Kinder Haustiere wie Hund, Katze, Meerschweinchen oder Wellensittich kaufen sollen – oder lieber nicht. Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Im besten Falle lernen die Kinder,
für das ihnen anvertraute Lebewesen Verantwortung zu übernehmen. Sie kümmern sich darum, dass ihr tierischer Liebling regelmäßig Wasser und Futter bekommt, dass die Katzentoilette oder der Vogelkäfig gesäubert werden und der Hund regelmäßig Gassi gehen kann. Sie erfahrem, dass ihr Verhalten starke Konsequenzen für andere haben kann und lernen, ihre Verpflichtungen zu erfüllen.
Allerdings ist das der Idealfall – meist läuft es eher anders. Die Kinder vergessen, dass auch das Haustier Hunger hat oder der Hygiene bedarf. Die Eltern sind vielleicht mit dem putzigen Welpen überfordert, das sich als Doggenmischling entpuppt und schnell größer ist als das eigene Kind. Der Wellensittich ist neurotisch und keiner weiß, wie man mit dem Vogel richtig umgeht.
Bevor man sich also aufmacht, Tiere zu verschenken – egal ob an Weihnachten, zum Geburtstag oder zu anderen Anlässen – ist erst einmal etwas Überlegungsarbeit angebracht, damit nachher nicht Mensch und Tier Schaden leiden. Wichtige Fragen, die man im Vorhinein klären sollte, sind:
- Wieviel Aufwand verursacht die Pflege?
- Welchen Platzbedarf hat das Tier und welche Bedingungen muß seine Umgebung erfüllen?
- Ist das Tier mit menschlichen Kontakten zufrieden oder braucht es einen Artgenossen?
- Was kostet die Haltung des Tieres (ggf. Steuern, Futter, Tierarzt etc.)?
Nützlich ist es vor allem bei größeren Tieren, ein Jahr lang einen Probelauf zu machen, wenn irgend möglich. Soll beispielsweise ein Hund angeschafft werden, könnten die Kinder als Hundesitter in der Nachbarschaft erst einmal testen, ob sie wirklich jeden Tag mehrfach mit Bello Gassi gehen wollen – und es auch tun.
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